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20. Juni 2017

 Grafik: Knut Weise

 

Gezeugt unter dem ’Roten Stern’ in Gewalt oder in einer Liebesbeziehung.

Die Mutter Deutsche, der Vater Angehöriger der Roten Armee.

Der Sowjetsoldat galt als kinderlieb und er hinterließ Kinder.

Lange ein Tabu in der Gesellschaft und in vielen Familien.

 

Besatzungskinder – „Geschenke“ der Alliierten

 

Zu diesem Thema findet am 20. Juni eine Veranstaltung bei uns statt, bei der das Buch „DISTELBLÜTEN - Russenkinder in Deutschland” vorgestellt wird.

 

Unsere Väter sind meist Offiziere der Roten Armee. Sie verliebten sich in Frauen, die kurz zuvor noch zum Feind gehörten. Wurde das verbotene Verhältnis bekannt, so verschwanden die Männer. Wir, ihre Kinder, die den Vater nie kennenlernen durften, blieben zurück.

Und dann gibt es noch die Kinder, die durch Vergewaltigungen gezeugt wurden und Abtreibungsversuche überlebten.

Einige von uns haben ihre Biografie aufgeschrieben.

Die Geschichten selbst sind bedrückend, der Lebensverlauf manchmal auch. Und doch wirkt der Weg in die Öffentlichkeit befreiend.

 

Birgit Michler aus Zittau und Gunter Weidner aus Großhennersdorf - zwei von Hunderttausenden – werden über ihre eigenen Herkunftsgeschichten berichten, aber auch stellvertretend für so viele andere .

Vor allem über das Schweigen der Mütter und die Frage: “Wo komme ich her?”

Im Anschluss würden sich die Beiden über offene Gespräche freuen.

 

(mehr Informationen zum Buch und zum Thema auch auf www.russenkinder-distelblueten.de)

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